Berlin gilt als Hauptstadt der Alleinerziehenden. Fast jede dritte Familie hier ist alleinerziehend - und etwa 80 Prozent davon sind Frauen. Wie auch Jacinta Nandi. Sie zog im Jahr 2000 vom Londoner Stadtteil Ilford nach Berlin. Denn was es dort nicht gab, waren Poetry Slams. Und Jacinta Nandi wollte immer schreiben, auf der Bühne stehen und lustig sein. Sie fand Anschluss an die Lesebühne "Surfpoeten", schrieb Kolumnen u.a. in der taz, gründete eine Stand-up-Comedy-Gruppe und veröffentlichte 2011 ihr erstes Buch mit dem Titel "Deutsch werden". 2025 erschien ihr neuestes Werk "Single Mom Supper Club", das für die Longlist des Deutschen Buchpreises nominiert wurde. Ein Roman über alleinerziehende Mütter aus unterschiedlichen Generationen, eine satirisch-böse, aber auch scharf beobachtende Gesellschaftskritik oder - wie Literaturkritik befand - "eine beeindruckende Sammlung von Schnappschüssen aus dem sozialen Alltag einer Großstadt". Bevor Jacinta Nandi am 7.10. aus ihrem Buch in Berlin liest, ist sie bei Jörg Thadeusz in "Thadeusz lang & breit" zu Gast und spricht über ihre Situation als Alleinerziehende, britischen Humor und was sie sich von Friedrich Merz wünschen würde.