Westart aus dem Kröller-Müller Museum im niederländischen Otterlo Sie stammt aus Essen-Horst und hat eine der bedeutendsten Kunstsammlungen der Niederlande aufgebaut: Helene Kröller-Müller. Das nach ihr benannte Museum verfügt über die zweitgrößte Van-Gogh-Sammlung der Welt und liegt inmitten des niederländischen Nationalparks De Hoge Veluwe. Wer das Museum besucht, kann aber mehr sehen als van Gogh und Natur: Über 20.000 Werke umfasst die Sammlung heute, mit Schwerpunkt auf dem 19. und 20. Jahrhundert. Besonders sehenswert ist auch der Skulpturengarten mit über 200 Skulpturen von der klassischen Moderne bis in die Gegenwart unter anderem von Auguste Rodin, Claes Oldenburg, Richard Serra oder Joep van Lieshout – und einem Spielplatz für Kinder und Erwachsene: dem "Jardin d'émail" von Jean Dubuffet. Westart-Moderatorin Siham El-Maimouni macht einen Ausflug in die Niederlande, besucht das Kröller-Müller Musem, schlendert durch den Skulpturengarten – und natürlich fährt sie auch mit einem der weißen Leihfahrräder durch die Binnendünen. Umfangreich: Die Van-Gogh-Sammlung im Kröller-Müller Museum Sonnenblumen und Sternenhimmel: Selbst wer nie ein Original gesehen hat, kennt die Werke von Vincent van Gogh. Heute ist er einer der populärsten Künstler überhaupt, zu Lebzeiten aber war er wenig erfolgreich. Nach seinem frühen Tod 1890 stieg der Ruhm rasch an, eine der ersten Sammlerinnen war Helene Kröller-Müller. Zwischen 1908 und 1922 erwarb sie 88 Gemälde und 172 Papierarbeiten. In der Regel sind nur 30 bis 40 der Gemälde im Museum zu sehen, in der Ausstellung "Van Gogh, All our Paintings" vom 15. September 2026 bis 3. Januar 2027 werden alle 88 zugleich gezeigt. Rebellisch: Hommage an David Bowie bei der Ruhrtriennale Gewalttätige Jugendgangs terrorisieren die Städte; es ist eine verrohte Gesellschaft, in der zwischenmenschliche Beziehungen verboten sind, Entfremdung und Isolation gesetzlich verordnet werden. Ein junges Paar leistet Widerstand und erschafft sich seine eigene Utopie innerhalb des repressiven Regimes. Für die Ruhrtriennale kreieren Regisseur Ivo Van Hove und Choreograf Sidi Larbi Cherkaoui ein neues Musiktheater mit Songs von David Bowie: In "Rebel Rebel" kann das Paar siegen, allein weil es sich liebt. Außergewöhnlich: "Gastarbeiter"-Kindheit im besetzen Haus Köln, Anfang der 1980er-Jahre. Baran wächst in einer Welt der Gegensätze auf. Sein Vater Merter kam als Gastarbeiter aus Anatolien nach Deutschland. Hier arbeitet er auf dem Bau – und lebt zugleich seine Liebe zur Disco. Seine Großmutter Berfin spricht nur Kurdisch, aber versteht sich mit allen. In Selim Özdogans Roman "Ihr kriegt uns hier nicht raus" zieht die Familie ausgerechnet in ein besetztes Haus und ihre Welt prallt auf alternative Lebensentwürfe. Zwischen Plenum, Demos und Häuserkampf entsteht eine Gemeinschaft, die es eigentlich nicht geben dürfte. Radikal: Spielfilmdebüt "Der Heimatlose" von Kai Stänike 14 Jahre war Hein weg, dann kehrt er in sein Heimatdorf zurück. Doch dort scheint niemand ihn zu kennen: Nicht seine demente Mutter, nicht seine sehr viel jüngere Schwester oder sein bester Freund aus Jugendtagen. Er muss sich einem Prozess stellen in dem er seine Identität beweisen soll – und der das Dorf spalten wird. Inmitten von sichtbar hölzernen Kulissen entwickelt sich ein brechtsches Lehrstück über die Beschönigung der Vergangenheit und die Konfrontation mit der Wahrheit. Das radikale Spielfilmdebüt "Der Heimatlose" von Regisseur Kai Stänicke aus Werdohl feierte seine Premiere auf der Berlinale und kommt am 27. August in die Kinos.